Warum @fckaf.de nicht „kostenlos“ ist

Warum bietet ihr die @fckaf.de Mail-Adressen nicht kostenlos an?
– diese Frage wird uns immer wieder gestellt.

Eine wichtige Frage – so wichtig, dass es uns den ersten Blogartikel wert ist – und eigentlich mehrere Fragen auf einmal. Deshalb beantworten wir sie hier etwas ausführlicher.

Vorweg:
Unsere Leistungen können problemlos mit anderen, deutlich größeren Anbietern mithalten. In vielen Punkten sind sie gleichwertig, an manchen Punkten sogar besser – und das Wichtigste, der schon in der Adresse ausgedrückte Protest, kommt noch oben drauf.

Der Betrieb eines solchen leistungsfähigen, eigenen bzw. unabhängigen E-Mail-Servers in Deutschland kostet jedes Jahr eine deutlich fünfstellige Summe – und mit steigender Nutzer*innenzahl wird es eher mehr als weniger. Dazu kommen erhebliche Anfangsinvestitionen. Auch die „Nerds“ (Profis mit vielen Jahren Erfahrung), die das System pflegen und ausbauen, sowie die Leute, die euch zügig Support bieten wenn mal was klemmt, wollen wir vernünftig bezahlen. Was wir konnten, haben wir bereits reingesteckt, der Rest muss anderweitig finanziert werden. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten – deshalb schließen sich weitere Fragen an:

Warum bietet ihr die Mailadressen nicht spendenfinanziert an?

Das hat gravierende Nachteile:

  • So hohe Summen rein über Spenden zu finanzieren, birgt eine große wirtschaftliche Unsicherheit.
  • Aus dieser Unsicherheit entsteht auch eine Unsicherheit für die Kontinuität. Wir wollen, dass die Mailadressen viele Jahre genutzt werden können – und nicht nur so lange, bis der Spendentopf leer ist.
  • Außerdem müssten wir ständig Energie in Spendenkampagnen stecken, statt das zu tun, was wir eigentlich tun wollen und können: Systeme betreiben, verbessern und Support leisten.

Warum bietet ihr die Mailadressen nicht werbefinanziert an?

Das hat noch mehr und viel gravierendere Nachteile:

  • Wir hätten keine Kontrolle über die Inhalte der Werbung. Werbefinanzierte Systeme arbeiten mit Plattformen, die Kampagnen vieler Firmen bündeln und verteilen. Thematisch etwas eingrenzen ginge vielleicht – aber dass Du z. B. keine Werbung einer gewissen FCKAfD-nahen Milchmarke bekommst, könnten wir kaum verhindern.
  • Werbefinanzierte Systeme leben davon, ihre Nutzer*innen möglichst genau zu kennen. Wir könnten keine anonyme Anmeldung anbieten, sondern wären im Gegenteil gezwungen, Deine persönlichen Daten zu sammeln, auszuwerten oder sogar zu verkaufen. Das ist so ungefähr das Letzte, was wir wollen!
  • Wir streben CO₂-Neutralität an und haben sie fast erreicht. Tausende Werbemails zu verschicken (realistisch wären etwa 2-3 pro Tag und Nutzer*in) verbraucht eine Menge Energie. Statt einer einzigen Transaktion im Jahr – Deiner Zahlung – gäbe es plötzlich einen dauernden Strom zusätzlichen Datenverkehrs. Werbefinanzierte Klimaneutralität ernsthaft zu behaupten, wäre aus unserer Sicht mindestens widersprüchlich – um nicht zu sagen, Ver**sche.
  • Unsere Systeme wären dann nicht mehr für Dich optimiert, sondern für Werbeanbieter. Und mit denen diskutiert man nicht lange, wenn man finanziell von ihnen abhängig ist.
  • „There ain’t no such thing as a free lunch.“ – So etwas wie ein kostenloses Mittagessen gibt es nicht. Wenn etwas nichts kostet, bist Du meistens selbst das Produkt. Vermeintlich kostenlos und werbefinanziert ist außerdem ein extrem intransparenter Weg der Kostendeckung. Selbst wenn wir wollten, könnten wir Dir kaum sagen, wer wie viel genau mit Deinen Daten verdient, so undurchsichtig ist das.
  • Kostenlose Mailangebote werden außerdem sehr schnell für Spam, Betrug oder automatisierte Registrierungen „missbraucht“. Ein kleiner Preis ist auch ein wirksamer Schutz dagegen – und sorgt dafür, dass das System für alle stabil und vertrauenswürdig bleibt.
  • Wir würden wahrscheinlich überrannt von Leuten, denen es gar nicht um Protest geht. Das Projekt würde vermutlich schnell ad absurdum geführt. Der Euro im Monat belegt letztlich auch ein bisschen, dass es Dir bedeutsam genug ist.
  • Einnahmen über Werbung oder Datenhandel machen uns auch immer abhängig von Dritten. Ein einfaches, transparentes Preismodell macht uns dagegen nur von unseren Nutzer*innen abhängig – diese Beziehung finden wir sinnvoller.

Warum bietet ihr die Mailadressen also (nur) gegen Bezahlung an?

  • Natürlich hat auch das Nachteile. Wir müssen einen Teil der Einnahmen an Zahlungsdienstleister abdrücken und schließen Menschen aus, die so wenig haben, dass sich selbst 1 Euro im Monat bemerkbar macht. Sobald wir kostendeckend sind (das ist noch nicht erreicht – erzähl ruhig noch ein paar Leuten von uns 😉 ), werden wir aber Wege finden, solidarisch mit solchen Menschen zu sein, ohne unfair gegenüber den Abonnent*innen zu werden oder diese Menschen mit unangenehmen Fragen zu konfrontieren.
  • Der allerwichtigste Grund ist für uns aber Kontinuität, sogar die, die über uns hinausreicht. Eine Mailadresse ist nichts Kurzfristiges. Menschen nutzen sie oft viele Jahre für teils wichtige Dinge. Verantwortlich damit umzugehen heißt auch, einen (groben) Plan zu haben, wie das Projekt weiterläuft, sollten wir selbst irgendwann nicht mehr weitermachen können oder wollen. Das geht in unserer kapitalistischen Welt nun mal am besten, wenn man ein Budget und einen Wert dafür hat.

Zusammengefasst:
Das Projekt ist weder Hobby noch Ehrenamt – aber reich werden wollen wir damit auch nicht. Wir müssen kostendeckend arbeiten, um die Infrastruktur langfristig zu betreiben, technisch Schritt zu halten und fair mit den Menschen zu sein, die daran arbeiten. Deine Daten zu verkaufen, Dich zuzuspammen oder laufend um Spenden zu bitten, halten wir für Irrsinn, für gegen das Projekt gerichtet und für nichts, was wir tun wollen.

Sollten wir aber wirklich irgendwann mal zu viel einnehmen, gibt es NGOs, die eine tolle Arbeit machen – gegen Faschismus oder die Menschen helfen, aus rechten Kreisen rauszukommen – die dürfen sich dann über Spenden freuen.

Puh. Ziemlich lange Antwort auf eine ziemlich kurze Frage. Wir hoffen, unser Standpunkt dazu ist klar geworden. Auch das verstehen wir unter Mailadresse mit Haltung.

P.S.:
Wenn Dir Antikapitalismus, informationelle Selbstbestimmung oder Klimaschutz wichtig sind, überleg doch mal, ob Du nicht lieber für Deinen Mailaccount bezahlen und Deinen werbefinanzierten los werden willst. Auch wenn die Umstellung etwas Arbeit macht.
Es muss ja nicht unbedingt ein @fckaf.de Mailaccount sein, es gibt eine Reihe guter Anbieter. Und dann sag es vielleicht auch anderen.

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